Operationen – Teil 3

Implantation einer KTEP aus Keramik bei Allergikern auf diverse Metalle

Sowohl Operationsverfahren , der postoperative Ablauf, als auch die Zufriedenheit der Patienten gestalten sich gleich wie beim Einsatz einer konventionellen Knieprothese. Als Spezialist für Erkrankungen des Kniegelenks zählt die Implantation einer Knieprothese zu meinen chirurgischen Schwerpunkten!

 

Implantation einer maßgefertigten KTEP (nach Unfällen oder bei sehr jungen Patienten)

 

In ausgewählten Fällen, kommen bei sehr jungen Patienten oder Patienten nach schweren Verletzungen im Kniebereich, maßgefertigte Knieimplantate der Firma Conformis zum Einsatz. Im Vorfeld ist dafür die Durchführung einer speziellen CT-Untersuchung zur Planung und Fertigung der Spezialprothese vonnöten. Auch hier unterscheidet sich das postoperative Vorgehen nicht von einer konventionellen Prothese. Als Spezialist für Erkrankungen des Kniegelenks zählt die Implantation einer Knieprothese zu meinen chirurgischen Schwerpunkten! 

 

Teilgelenksersatz (Halbschlitten, Patellofemoralersatz)

 

Das Kniegelenk wird anatomisch in 3 Kompartimente eingeteilt, in ein mediales (inneres), ein laterales (äußeres) und ein patellofemorales (hinter der Kniescheibe gelegenes) Kompartiment. Je nachdem, welches Kompartiment beschädigt ist, ermöglichen sogenannte unicondyläre Prothesen, oder Halbschlittenprothesen, die Möglichkeit nur den tatsächlich beschädigten Anteil des Kniegelenks zu ersetzen. Dabei werden sämtliche gesunde Strukturen geschont und wirklich nur der beschädigte Anteil ersetzt. Damit wird die körpereigene Anatomie weitestgehend unverändert und die Operationszeit in der Regel verkürzt. Diese Systeme kommen vor allem bei sogenannten Varus- oder Valgusgonarthrosen (O.-oder X-Beinen) bzw. beim MbAhlbäck zum Einsatz. Die Vorteile zeigen sich in einer schnelleren Rehabilitationszeit bei sehr guten Ergebnissen in der Patientenzufriedenheit. Als Spezialist für Erkrankungen des Kniegelenks zählt die Implantation einer Halbschlittenprothese zu meinen chirurgischen Schwerpunkten! 

 

Der Ablauf der Nachbehandlung nach Implantation einer Schlittenprothese unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der Nachbehandlung nach Implantation einer totalen Kniegelenksprothese. 

 

Revisionsoperationen von liegenden Implantaten (Systemwechsel)

 

Auch im Falle einer Knieprothese kann es über die Jahre zu Verschleißerscheinungen kommen, welche einen erneuten Eingriff an der Knieprothese notwendig machen. Gründe dafür können Lockerungszeichen, Infektionen oder periprothetische Frakturen nach Stürzen sein. Dabei werden, je nach vorliegendem Problem, sogenannte Systemwechsel unter Verwendung von achsgeführten Prothesensystemen mit langen Schäften vorgenommen. Grundsätzlich muss aber jeder Fall individuell begutachtet und je nach vorliegendem Problem behandelt werden. Bei Auftreten von Beschwerden bei liegender Knieprothese sollte auf alle Fälle eine zeitnahe Begutachtung und Abklärung der Probleme erfolgen. 

 

Kniegelenksarthroskopie bei Meniskusrissen oder Knorpelschäden

 

Eine Kniegelenksarthroskopie (Gelenksspiegelung) ist eine diagnostische und oder therapeutische operative Möglichkeit, mit Hilfe von kleinsten Hautschnitten, einen Blick in das erkrankte Gelenk zu erhalten. Dabei wird unter Verwendung einer filigranen Optik (dem Arthroskop) und speziellen Werkzeugen mit 2 kleinen Schnitten über dem Kniegelenksspalt in das Kniegelenk eingegangen. Über einen Monitor kann folglich das Innere des Gelenks in Echtzeit beobachtet und therapiert werden. Schwerpunkte der Arthroskopie des Kniegelenks stellen mit Sicherheit die Behandlung von Meniskuseinrissen und Schäden am Knorpel dar. Im Falle von Knorpelschäden kann versucht werden mittels spezieller Verfahren (zBMicrofracturing) eine Verbesserung der Knorpelregeneration zu erreichen. Je nach vorliegendem Beschwerdebild dauert eine Arthroskopie zwischen 20 und 40 Minuten. In der Regel können diese Eingriffe tagesklinisch durchgeführt werden.  

 

Nachbehandlung: Nach der Operation empfehle ich meinen Patientinnen und Patienten, je nach erfolgter operativer Therapie, die Durchführung einer physikalischen Therapie. In manchen Fällen kann es auch notwendig werden, dass eine längere Entlastung mit 2 Unterarmstützkrücken des operierten Beines vonnöten ist.