Operationen – Teil 1

Primärer künstlicher Gelenksersatz (HTEP) mit muskelschonendem minimalinvasivem Verfahren

Die Implantation einer Hüftprothese kommt am häufigsten bei einer konservativ austherapierten und schmerzhaften Coxarthrose zum Einsatz. Daneben stellen die Hüftkopfnekrose oder die Folgen einer Verletzung häufige Gründe für die Implantation einer H-TEP dar. Unter einer H-TEP (= Hüft-Totalendoprothese) versteht man ein operativ eingebrachtes Implantat, welches das Hüftgelenk und dessen Funktion ersetzt. Dabei wird, unter Verwendung eines muskelschonenden minimalinvasiven Verfahrens, der arthrotisch destruierte Hüftkopf entfernt und mit Hilfe von speziellen Instrumenten ein Hüftimplantat eingebracht. Da sich sowohl die verwendeten Implantate, als auch die Operationsmethoden stetig verbessern, zählt die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks zu den häufigsten und erfolgreichsten Operationen in der Orthopädie, mit der höchsten Patientenzufriedenheit. Als Spezialist für Erkrankungen des Hüftgelenks zählt die Implantation einer Hüftprothese zu meinen chirurgischen Schwerpunkten. 

 

Ablauf der Nachbehandlung: Je nach Wundheilungsfortschritt und körperlichem Wohlbefinden erfolgt bei sicherem Gangbild nach ca. 4-6 Tagen die Entlassung aus dem stationären Umfeld in die häusliche Pflege. Postoperativ sollte, neben einer Physikalischen Therapie, eine regelmäßige Kontrolle des Heilungsfortschrittes in meiner Ordination erfolgen. Meinen Patientinnen und Patienten rate ich zudem die Durchführung einer Rehabilitation in einer spezialisierten Reha-Einrichtung ca. 6-8 Wochen nach erfolgreicher Implantation des neuen Hüftgelenkes. Danach ist eine Kontrolle mit einem aktuellen Röntgen der operierten Hüfte 1-mal jährlich in meiner Ordination vorgesehen. 

 

Operationen bei Golfer- und Tennisellenbogen (Epicondylitis humeri ulnaris et radialis)

 

Patientinnen und Patienten mit chronischen Ansatztendinopathien, wie im Falle eines Tennis- oder Golferellenbogens, haben meist eine gute Chance, erfolgreich konservativ behandelt zu werden. In einigen Fällen gelingt dies jedoch nicht, wo letztendlich nur mehr die operative Therapiemöglichkeit zur Verfügung steht. Dadurch kann in den meisten Fällen (in etwa 85%) eine dauerhafte Schmerzfreiheit erzielt werden. Die Operation dauert ca. 45 Minuten und kann in der Regel tagesklinisch durchgeführt werden. 
Nachbehandlung: Bis zur Wundheilung empfehle ich, den Ellenbogen in einer speziellen Oberarmlagerungsschiene zu versorgen.  

 

Cheilektomie oder Arthrodese des 1. Strahls bei Hallux rigidus

 

Bei Arthrose des Großzehengrundgelenks kommen nach ausgereizter konservativer Therapie, je nach Grad der Destruktion, 2 operative Verfahren erfolgreich zum Einsatz. Ist die Arthrose und der dadurch resultierende knöcherne Umbau im Bereich des Großzehengrundgelenks noch nicht massiv ausgeprägt, reicht es oft, die knöchernen Überstände, welche das Bewegungsausmaß deutlich reduzieren können, mit einer sogenannten Cheilekotmie abzutragen und den Gelenkspalt von störenden Strukturen zu reinigen. Hierbei wird das Großzehengrundgelenk mit Hilfe von 2 Schrauben oder einer speziellen Platte in einer leicht überstreckten Position dauerhaft fixiert. Damit wird ein normales Gangbild wieder möglich, und die zuvor bestehenden Schmerzen werden deutlich reduziert.  

 

Nachbehandlung: Im Falle einer Cheilektomie kann eine normale Schuhversorgung nach abgeschlossener Wundheilung und Nahtentfernung rasch erfolgen. In der Regel ist ein guter knöcherner Durchbau nach 6 Wochen zu erwarten. Danach kann der Vorfuß wieder normal belastet werden und eine Versorgung mit normalem Schuhwerk erfolgen.  

Operative Versorgung der Metatarsalgie

 

Dabei wird über einen kleinen Schnitt am Fußrücken eingegangen. Danach wird der Mittelfußknochen mittels schräger Osteotomie durchtrennt und verschoben, bis eine deutliche Entlastung des Köpfchens erreicht wird. In dieser Stellung erfolgt anschließend die Refixierung mittels einer kleinen Titanschraube.  

 

Nachbehandlung: Um die korrekte Einheilung des Mittelfußknochens zu gewährleisten, muss postoperativ für die Dauer von 4-6 Wochen ein spezieller Vorfußentlastungsschuh getragen werden. Der Einheilungserfolg wird vor Abnahme des Schuhs mit einem Röntgen kontrolliert. Spezielle Einlagen und Physikalische Therapie helfen zudem, ein optimales Ergebnis zu erzielen. 

 

Entfernung eines Morton Neuroms

Nach eindeutiger klinischer wie radiologischer Diagnose und ausgereizter konservativer Therapie stellt die Entfernung des Morton-Neuroms die beste Option zur dauerhaften Beschwerdefreiheit dar. Dabei wird zwischen den betroffenen Zehen ein kleiner Hautschnitt am Fußrücken durchgeführt, über den das Morton-Neurom aufgesucht und entfernt wird. Der Eingriff selbst kann in Lokalanästhesie tagesklinisch durchgeführt werden.  

 

Nachbehandlung: Nach abgeschlossener Wundheilung empfehle ich meinen Patientinnen und Patienten spezielle Einlagen mit Weichbettung des betroffenen Vorfußbereichs.  

Operative Entfernung des Fersensporns / Haglund-Exostose

 

Bei chronischer Reizung der Achillessehne mit ständig hervorgerufenen Entzündungen kann es zu einer Ausbildung eines dorsalen (hinteren) Fersensporns mit anhaltenden Problemen kommen. Dieser reizende Sporn wird folglich im Röntgen als knöcherne Ausziehung sichtbar. Sollten sämtliche konservative Methoden nicht helfen, kann es notwendig werden, diesen Sporn operativ zu entfernen. Dabei wird mit einem kleinen Hautschnitt über dem Fersenbein eingegangen und der Ansatz der Achillessehne freigelegt. Danach wird vorsichtig der verknöcherte Anteil und sämtliches entzündete Begleitgewebe entfernt. In seltenen Fällen kann es dabei notwendig werden, die Achillessehne mit spezieller Nahttechnik oder Knochenankern zu verstärken. Im Falle einer Haglund-Exostose wird der die Sehne reizende, knöcherne, prominente Fersenüberstand mitsamt den begleitenden entzündlich veränderten Weichteilen abgetragen.  

 

Nachbehandlung:  Um die Achillessehne komplett zu schonen, sollte bis zur vollständigen Wundheilung eine Teilbelastung mit 2 UA-Stützkrücken erfolgen.  

 

Operative Therapie des Karpaltunnelsyndroms (CTS)

Bei länger anhaltenden Beschwerden eines CTS (Karpaltunnelsyndroms), welche mit sensiblen oder motorischen Einschränkungen einhergehen, ist nach erfolgter konservativer Therapie eine operative Entlastung des betroffenen Nervs (N.medianus) notwendig. Dadurch erhält der Nerv wieder seine notwendige Freiheit und kann sich wieder erholen. Der Eingriff kann tagesklinisch in Lokalanästhesie erfolgen.  

 

Nachbehandlung: Bis zur vollständigen Wundheilung erhalten sie einen speziellen Schutzverband. Danach empfehle ich in speziellen Fällen die Durchführung einer Ergotherapie.  [/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]